Population und Datensammlung Um eine möglichst homogene Population zu erreichen, wurden die Fragebögen in unterschiedlichen Kleingruppen eines Jahrgangs ausgeteilt. Es wurde aus praktischen Gründen der dritte Jahrgang des MCW ausgewählt, da der Stundenplan bekannt war und die Studie von TeilnehmerInnen dieses Jahrgangs durchgeführt wurde. An insgesamt drei Nachmittagen wurde das Sampling in ca 30 Kleingruppen zu je 10 oder 11 Personen durchgeführt, insgesamt konnten 125 Fragebögen mit der Originalinstruktion und ebenfalls etwa 120 mit der Instruktionsvariante zur Fremdbeurteilung ausgewertet werden. Auf Grund der sensiblen Natur des Fragebogens war die Rücklaufquote in einigen Gruppen geringer als erhofft, die Befragungssituation war suboptimal: da die Anonymität beim Ausfüllen wegen der beengten Platzverhältnisse nicht gewährleistet werden könnte, füllten einige aus Schamgefühl den Fragebogen gar nicht oder mit Pauschalantworten (gleiche Antwort über die gesamte Spalte) aus. In mindestens einer Gruppe wurde das Ausfüllen des Fragebogens auch von der/dem Vortragenden verweigert. Fragebögen Zur Evaluierung standen unterschiedliche Tests zur Verfügung, aus denen eine Auswahl getroffen werden musste: * Depression Anxiety Stress Scale (DASS, 2 Varianten mit 42 oder 21 Fragen) [0] * Depressionsskala (ADS, 5 Minuten) * Beck-Angst-Inventar (BAI, 5 - 10 Minuten) * Beck-Depressions-Inventar (BDI, höchstens 15 Minuten) * Coping-Inventar zum Umgang mit Stressituationen (CISS * Fragebogen zum elterlichen Erziehungsverhalten (24 Fragen) * Zürcher Liste bedeutsamer Lebensereignisse (35 Fragen) * Zürcher Life Event Checkliste (35 Fragen) * Beschwerdeliste (Zerssen/Zürich; 3 Versionen vermischt inkludiert, 65 Kurzitems) Als am geeignetsten für die Basisbeurteilung der Testpopulation wurden letztlich die Depression Anxiety Stress Scale (DASS) in der Kurzvariante mit 21 Fragen und die Beschwerdeliste nach Zerssen in der Variante mit 25 Fragen befunden. Die DASS enthält Fragen, deren Validität für jeden der drei abgedeckten Bereiche unabhängig gut getestet ist[0], daher konnte der für den Zweck dieser Studie interessantere Teil einzeln verwendet werden. Da dieser Fragebogen im Original auf Englisch vorliegt, wurden die prägnanten Fragen zum Stressgeschehen im Team bestmöglich übersetzt. [Beschreibung der Fragebögen] Aus [1]m S. 8: "Der Test-Score von B-L und B-L' kann ohne Schablone und andere Hilfsmittel errechnet werden. Man bildet einfach für jede Kolonne der Beantwortungs-Rubriken eines Bogens (außer B-L^0!) die Punktsumme, wobei jedes Kreuz in der (von links gerechnet) ersten Kolonne ("stark") 3 Punkte, in der zweiten ("mäßig") 2 Punkte, in der dritten ("kaum") den Punktwert 1 und in der letzten Kolonne ("gar nicht") den Punktwer 0 erhält; bei bis zu zwei fehlenden oder unklaren Stellungnahmen pro Bogen bzw. bzw. bis zu vier auf beiden Bögen wird für unbeantwortete Items der Punktwert 0, für mehrdeutig beantwortete jeweils der höhere in Frage kommende Wert gezählt; bei mehr "missing data" ist die Testung ungültig und muss gegebenenfalls wiederholt werden. Die Summe der Punktwerte pro Kateforie wird unter der zugehörigen Kolonne eingetragen und über die vier Teilsummen die Quersumme gebildet. Diese Quersumme wird als Rohwert des Test-Score der betreffenden Skala (B-L bzw. B-L') im Kopfteil des Bogens hinter dem Zeichen B bzw. B' vermerkt. Soll das Ergebnis einer simultanen Testung mit beiden Parallelformen in einem gemeinsamen Score zum Ausdruck gebracht werden, so müssen die Punktwerte der Einzelformen addiert und halbiert werden, damit ein den Einzelwerten pro Skala vergleichbarer Wert ((B + B')/2) entsteht." Für die vorliegende Untersuchung wurde nur B-L verwendet. Statistik [0] http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17697478 Psychometric properties of the Depression Anxiety Stress Scales (DASS) in depressed clinical samples. Br J Clin Psychol. 2007 Sep;46(Pt 3):283-97. Page AC, Hooke GR, Morrison DL. [1] Zerssen Detlev von, unter Mitarbeit von D.-M. Koeller, Die Beschwerdenliste, 1976, Beltz Weinheim, aus der Reihe Klinische Selbstbeurteilungs-Skalen (KSb-S) aus dem Münchener Psychiatrischen Informations-System (PSYCHIS München)