Katharina Leithner-Dzubias (psychosomatische Frauenambulanz Univ. Klinik Psychoanal./Psychoth.) Konsiliar-Liaisonpsychotherapie * Psychiatr. Konsultation (bei Bedarf - keine zeitl./pers. Kontinuitaet, psych. Diagnostik/Therapie; Krisenmanagement, Uebrnahme, Ueberweisung) * psychosomat./psychotherapeut. Konsultation (meist persoenlich angefordert, schwierige Pat., psychoth./-somat. Diagnostik, Krisenmanagement, Therapieplanung, Ueberweisung, evtl. Kurzintervention) * psychosomat./psychotherap. Liaisontaetigkeit (def., kont. Koop. m. Station/Ambulanz, Teilnahme an somat. Visiten, psychoth./psychosom. Diagnostik, Krisenmanagement, Therapieplanung, Ueberweisung, Kurztherapien) - meist von anderer Klinik psychosomatische Frauenambulanz = Konsiliar-Liaisonambulanz primaere Zielsetzung: fruehe EEEinbeziehung psychosomatischer/sozialer Gesichtspunkte in somat. Behandlung, um Heilung/Besserung/Rehab. d. koerperl. Krankheit zu unterstuetzen Aufgaben: * diagnost. Abklaerung * Hilfestellung f. med.-somat. Procedere * psychosomat./psychotherapeut. Mit-/Weiterbehandlung * Entlastungsfunktion bei Problemen in AerztIn/PatientIn/Angehoerigen-Kommunikation * Krisenmanagement Kompetenzen: psychotherapeut./psychiatr. Ausbildung Kooperation/Rueckmeldung! psychosomat. Pat. in Frauenheilkunde: * Sexualstoerungen * chron. Schmerz * chron. UB-Entz. * Kerbs * belast. Op (Hysterektomie..) * unerf. Kinderwunsch ohne org. Ursachen * praenat. Diagnostik * Fehl-/Totgeburt * Probleme in Schwangerschaft * klimakterielle Probleme Sexualitaet: * Umgang mit Sexualitaet = Kompromiss Lebens-Lern-Geschichte, Phantasien, soziokult. Umfeld * Liberalisierung 70er: nicht mehr krank, sondern gestoert - "Recht auf befriedigende Sexualitaet" * Abbau von Schamschranken fuer Gewalterfahrungen - dadurch bedingte sex. Stoerungen z. B. * Appetenzstoerungen * Unerregbarkeit * Vaginismus * Dyspareunie * Anorgasmie Ursachen: organische Ursachen ausschliessen (Diabetes, HT, psychiatr. Erkr.) Problembereiche: * soziokult. -, Wohnsit., Religion, Migration, Lebensveraenderung, Herkunftsmilieu, Traumen, Informationsdefizite, ... * Interaktion in Beziehung(en) * Psychodynamik d. Einzelnen (Trennungsaengste, Naehe/Distanz, Ekel, Scham, Neid, Gier, Schuldgefuehle, Kontrollverlustaengste ...) Prtnerschaft -> Paartherapie soziokult. Faktoren -> Nachaufklaerung/Beratung psych. Bereich -> Ueberweisung ... Fallbeispiel: f 40 a bricht in Traenen aus, fuerchtet Mann zu verlieren, weil sie seit 2 Jahren Sex ablehnt (damals hochmaligner Uterustumor entdeckt, Strahlen-/Chemotherapie, Vorbereitung auf Tod, "wider Erwarten" ueberlebt); Totaloperation (Exenteration m. Teilen d. Darms - Einschraenkung in Empfindungen?) diagnost. Erstgespraech: depressive Verstimmung, Schlafstoerungen, Libidoverlust -> Antidepressivum regelmaessige Gespraeche in Ambulanz: urpsr. unbew. massive Aggression gegen Mann (TV-Sendung: HPV-Viren -> Mann ist an Krebs schuld) vermisste Sexualitaet Wiedererlangen eines sexuellen Verhaeltnisses mit Mann (andere Qualitaet der Naehe als vor Op) Fruchtbarkeit traumabelastet Ungewollte Kinderlosigkeit * Motivation - Schwangerschaft, Kind, fuer Mann, gesellschaftliche Forderung? * innerer Konflikt - unebw. Ambivalenz * muetterl. Verbot * Schwangerschaft/Geburt/Wochenbett als Katastrophe * Inzestverbot - Partner mit Vater assoziiert: Schwangerschaft als vom Vater erlebt * Angst vor Autonomieverlust Fallbeispiel: f 35 a aus Suedamerika, verheiratet Naehe Wien Kinderwunsch seit 2 a zunehmend, ueberlegt IVF Pat. leidet unter Kultur-/Familienverlust, Konflikte mit Familie d. Mannes Pat. enttaeuscht ueber Lebensentwicklung (arbeiten im elterlichen Betrieb mit) Ambivalenz Schwangerschaft gegenueber: bedeutet, unbefriedigende Lebenssituation/Partner/Leben zu akkzeptieren, unbew. Aggressionen gg. Ehemann (zu wenig Unterstuezung) -> Paartherapie Fallbeispiel: f 39 a Jutistin, seit 5 a Kinderwunsch, 4 x Lap., Hormonbehandlngen, 6 Insem. 4 x IVF, seit letztem Fehlgeschlagenem Versuch depressio Sexualitaet nur zur Zeugung psychotherapeut. Gespraeche werden als Bedrohung gesehen, ihr den Wunsch nach einem Kind wegzunehmen - will nur Kraft fuer naechsten IVF sammeln/Wiederherstellung = Schwangerschaft = Pos. Besetzung d. eig. Koerpers ermoeglich Koerperveraenderungen in Schwangerschaft ins Ich zu Integrieren/lustvoll wahrzunehmen Triangulierung - Dyade -> Triade relativiert Beziehung zu prim. Bezugspersonen in pos./konflikthaften Aspekten Elternschaft erfordert Faehigkeit, Kind als getrennt zu erleben und versch. Beziehungsaspekte (neg./pos.) zu integrieren "life event" - Wiederaufleben von Konflikten Normalitaet ... psychosomat. Problembereiche in Schwangerschaft: * Hyperemesis grav. * Ansgstsymptomatik * akute Belastungen durch praenat. Untersuchungen * akute Belastungen durch praenat. Befunde/Konseq. * Abortus wegen Fehlbildung * Fehl-/Totgeb. * Komplikationen psychosomat./sychiatr. Problembereiche nach Geburt * Baby Blues * postpart. Depr. * postpart. Psychosen -> eher pyschiatr. VO/Klinik Fallgeschichte: f 35 a 10. SSW extr. Aengstlichkeit will haeufig US, Anrufe - hat Angst, dass Kind nicht mehr leben koennte Gerinnungsstoerung seit 4 a (Lungenembolie bei Gallen-Op, evtl. Fruehgeb.risiko) hatte 10 a davor spaeten abortus, sehr traumatisch bei Erstgespraech aengstlich Wohnort-, Beziehungswechsel Panikattacken - Angst, wieder Totgeburt zu erleiden psychosom. Begleitung 2/w Klinik zu entlastenden Gespraechen - anstrengend: versucht Trauerarbeit mit totem Baby zu bewaeltigen, Kontakt mit lebendem Baby - ueberzeugt, dass Baby tot ist (Gegenuebertragung auf Behandlerin schwer ertraeglich) Fruehgeburt in 28. SSW - Neonatologie Aengstlichkeit vor Encephalitis (<- Herpes Labialis) Katanese 1 a spaeter: Desinfektionsrituale gebessert = Klimakterium = Symptome im Zusammenhang mit Oestrogen: * Hitzewallungen * Schweissausbrueche * Schlafstoerungen ohne E-Zusammenhang: * Depressionen Hysterektomie -> Verlusterlebnis (keine depressiven Episoden vorher -> auch im Klimakterium eher keine Depressionen, wenn integrierte Identitaet/Koerpergefuehl) Depressionsrisiko: * verwitwet/geschieden * niederer SES * Sorge um Familienmitglied(er) * Arbeitslosigkeit * Lebensereignisse ("exit from social field") ** Verlust d. Moeglichkeit zur Schwangerschaft ** Abloesung v. Kindern ** Arbeitsverl. ** Krankheit, Tod d. Eltern ** Altern, Verlust sex. Attrakt. ** PartnerInnenverlust * psych. Struktur Fallbeispiel: f 82 a, Witw, Sohn gestorben Beschwerden: Juckreiz in Scheide, woechentl. gyn. Termin Erstgesraech: Schlafstoerung seit Jahren, depr. Verstimmung, Appetitlosigkeit, Gastritis, Einsamkeit, Verlust soz. Kontakte Therapie: fokus. psychosomat. Beh., antidepr. Einstellung, Koord. d. BehandlerInnen AerztInnen als soz. Netz