Karl Jaspers Allgemeine Psychopathologie - fuer Studierende, Aerzte und Psychologen 2. Auflage Verlag von Julius Springer, Berlin 1920 Kapitel wie 1. Auflage, aber zus. Kapitel VI - Theorien Einfuehrung: * par 1 zus. Excurs ueber die Begriffe Gesundheit und Krankheit Kapitel I: * par 2 zus. "psychologisches Vorurteil" Kapitel I: zus. "Erlebnis, nicht identisch mit dem frueheren Ich zu sein. Verschmelzung mit der Aussenwelt." * par 3 umgeschrieben/-geordnet: Angst, Unruhe, Gluecksgefuehle, Klarsehen, Begnadung unter "Gegenstandslose Gefuehle" eingeordnet (die bereits in 1. A. bestanden), Apathie bleibt als eigener Punkt * par 4 entfernt "verstaendliche und unverstaendliche Triebregungen", zus. "Inhalte der Triebregungen" Abschnitt 2 kaum ver. Kapitel II: * par 4 zus. "Mechanisches und verstehbares Gedaechtnis", entfernt: "Inhalt des Erlebten und Gedaechtnis" Abschnitte 2, 3 wenig veraendert (2 einige zus.) Kapitel III: Titel: zus. "verstehende Psychopathologie" * "Rationales und einfuehlendes Verstehen" -> "Statisches und genetisches Verstehen" Abschnitt 1 (verst. Zusammenh.): * zus. "1. Der Einzelne und die Wirklichkeit", " - Verstehbarkeit und Mechanismus; abnorme Mechanismen" Abschnitt 2 (verst. Zus. bei abnormen Mech.): * zus. Praezisierung: ** A. Verstehbare Inhalte in psychotischen Zustaenden ** B. Die durch Seelisches in Bewegung gebrachten abnormen Mechanismen Kapitel IV (Titel: zus. "erklaerende Psychopathologie") Kapitel V (Theorien) NEU Wesen d. Theorien. Ihr Sinn. Die theoretischen Kategorien in Uebersicht. Beispiele einzelner Theorien: Wernicke, Freud. Kapitel VI (war V) Kapitel VII (war VI; Synthese d. KH-Bilder) * nach Typenforschung: "Bildung von Symptomkomplexen" -> "Aufgaben der speziellen Psychiatrie" * nach ... Krankheitstypus: zus. "Krankheitsstatistik" Einzeldarstellungen: zus. par. 6 "Leistungsdefekte und Persoenlichkeitsstoerungen" Kapitel VIII (war VII; soz. Bez. d. abn. Seelenl.) Abschnitt 1 (bed. gesellsch. Zust. f. d. abn. Seelenersch.) * zus. "Kriegszeiten" bei 2. verstaendliche Einwirkungen" zusaetzlich zu Inhalt der Psychosen, Herrschende Anschauungen und Wertungen, Ermuedung, Lebenssicherheit, aufregende Zeiten [1. ist "kausale E."] Anhang (!) zus. par. 3 "Prognose" 383 weiterhin "Dementia Praecox", wenn auch (wie in 1. A.) mit Hinweis auf Bleuler 389 (wie 1. A.) Selbstbiographie, Selbstschilderungen 397 zur Psychotherapie, spez. Psychoanalyse: "Abreagieren", "Beichten", 1919 zus. Hinweis auf "einzelne Faelle, in denen vollkommen "vergessene (abgespaltene) Erlebnisse bewusst gemacht werden koennen und bei denen damit sofort ein abnormes koerperliches oder seelisches Symptom aufhoert" Anhang: 402 - Prognose (nur 2 s) 404 Historisches wie 1. A.: 409 "Andererseits ging die groesste Wirkung von _Kraepelin_ aus, der seine auf _Kahlbaum_ fussende Idee der Kankheitseinheit mit ungewoehnlicher Energie vertrat." 1. A.: "[...] Sein Lehrbuch ist das gelesenste aller psychiatrischen Buecher. _Wernickes_ Wirksamkeit setzte eine sinnloser Zufall vorzeitig ein Ende. _Kraepelins_ Wirkung ist ein von Jahr zu Jahr groesser geworden und hat sich auf alle Gebiete der Psychiatrie erstreckt." - Abriss ueber Analytiker/Schilderer 2. A: wissenschaftsphilosophischer Einschub (alles Neue als schon bekannt oder irrelevant gesehen ...), Hinweis zu Wundt und Kraepelin, ueber Kraepelin: 410 "Die zum Teil ausgezeichneten psychologischen Eroerterungen seines Lehrbuchs sind ihm zum gleichsam wider Willen geglueckt: er haelt sie fuer vorlaeufige Lueckenbuesser, bis Experiment, Mikroskop und Reagensglas alles objektiv untersuchbar machen hat. Gegen diesen schliesslich doch antipsychologischen Geist, der bei den uebrigen Psychiatern noch viel Lebhafter war, machte sich eine energische nun ihrerseits ueber das Ziel hinausschiessende Reaktion in den Forschungen Freuds und seiner Schule geltend. Hier wurde das psychologische Verstehen wieder geuebt, aber unter einem Wust theoretischer Konstruktionen beinahe begraben" 406 Einteilung in gegenlaeufige Tendenzen: "Schilderer" Esquirol, Griesinger, Kraepelin; "Analytiker": Spielmann, Neumann, Wernicke 407 Sch.: "lebendiges, anschauliches Bild mit den Mitteln der Ugs. ohne begriffliche Durcharbeitung [...]. Es ist etwas kuenstlerisches in seiner Art. Er arbeitet mit Konzeptionen, de ihm einmal gelingen, aber nicht planmaessig fortgefuehrt werden koennen. [...] Der Analytiker entwirft keine Bilder. Er setzt voraus, daß man eine lebendige Anschauung hat. Er will aber nicht diese Anschauung [...], ondern er will feste Begriffe von seelisch abnormen Phaenomenen, er will das Bild zerlegen, dadurch eine sichere Charakteristik des EInzelfalls und ein sicheres Wiedererkennen und Identifizieren ermoeglichen. Er denkt mehr, als er bloss schaut. [...] Er toetet das lebendge seelische Geschehen, um seine Begriffe wie scharf behauene Steine zu besitzen."