Karl Jaspers' Allgemeine Psychopathologie zwischen Wissenschaft, Philosophie und Praxis Sonja Rinofner-Kreidl, Harald A. Wiltsche (Hg.) karl_jaspers_allgemeine_psychopathologie 21 "Ein kritischer Vergleich zwischen den verschiedenen Auflagen von Karl Jaspers' _Allgemeiner_Psychopathologie_" (Suzanne Kirkbright) bes. Rev. 1/(2)/4; geringe Unterschiede 1/2; 4 22 Zwangspensionierung durch Nazis, 4. A. darf 1942 nicht erscheinen -> 1946 veroeff., existenzphilosophisch orientiert aber an der alten Grundstruktur ausgerichtet 23 Bildes des Ozeans/Meers - in 4. A. auch philosophisch zu werten, Endlosigkeit des Geistes ... 28 Jaspers 1946 als bekannter Philosoph und Moralist HIER 127 "Der Wahn Schizophrener bei Karl Jaspers im Vergleich mit der operationalen Diagnostik (ICD-10 Kapitel V (F) und DSM-IV-Tr) sowie neueren psychopathologischen Ansaetzen" (Alfred Kraus) 1 Minimalkonsens (Vereinheitlichung) einerseits durch Vereinheitlichung Erliegen der Strietkultur, aber Konzeptbildungen -> Bezug auf Jaspers relevant (method. Grundlagen d. Psychiatrie) 128 2 Definition Psychose: zu Jaspers Zeiten einzelne KH-Bilder (Hebephrenie, Katatonie, paranoische Formen ...), Glossars: "psychotisch" im deskriptiven Sinn als eigene Achse (Psychose heute weitgehend durch Halluzination bzw. Wahnphaenomene bestimmt) 3 Def. Wahn: transnosologisch; in DSM-IV-Tr Wahn als Pos.symptom, Verzerrung d. inhaltl. Denkens, analog Halluzinationen = Verzerrung d. Wahrnehmung; Unterschied zu fixer Idee in Intensitaet (Widerspruch Jaspers, der gegen die Verwendung der Quantitaet in der Klassifikation eintritt), 129 bizarr = charakt. f. Schiz. = voellig unglaubwuerdig, unverst., nicht aus gew. Lebenserf. ableitb. 130 Jaspers Unterscheidung Verstehen (Seelenleben) vs Erklaeren (Natur) nach Dilthey - bei Jaspers auch seelische Prozesse erklaerbar, so weit durch koerperl Vorgaenge verursacht -> Unverstaendlichkeit bei psychotischen Inhalten (aber: Proteste gegen Unverstaendlichkeitstheorem bei psychodynamisch orient. Psychosen) Wahnkonzeption: statisches - genetisches (- einfuehlendes) Verstehen * statisch: Qualitaet/Zustaende * genetisch: aus seelischem hervorgehende Seelenzustaende * einfuehlend: psychologisches Verstehen im Gegensatz zu rein rationaler Erklaerung wahnhaft = sekundaer (aus Affekten ... hervorg.) im Gegensatz zu "echtem" Wahn 131 DSM-IV-Tr: wahnhafte Stoerung = nicht-bizarr 5 Jaspers: Definition und Wesen des Wahns: Wahn (Realitaetsverlust) unabh. v Denkstoerung 132 6 3 Kriterien - Unverstaendlichkeit (ausser ueber Genese), 3 Kriterien wichtig, aber nicht scharf abgrenzbar (s. jaspers 1) 135 Jaspers unterscheidet Wahnerlebnisse von daraus folgenden Wahnurteilen 136f ontologische Qualitaet (Ich-Stoerungen ...); 7 Heidegger 137 8ff Alteration d. existentiellen Aprioris (?) 142 quant. statt qual. Begriffe in Glossaren (von Jaspers kritisiert); keine Leistugnsstoerung